Ausgabe #2 – Diät

heute geht es schon in die zweite Runde, und ich möchte mit dir die Erfahrung von Petra teilen (Name ist geändert, und ich spreche nur in Absprache darüber).

Petra schrieb mir frustriert, erschöpft und voller Zweifel. Sie hatte alles versucht. Sie zählte Kalorien, hielt sich streng an ihre Vorgaben, ließ Mahlzeiten aus, aß oft nur 1.200 Kalorien am Tag. Und trotzdem veränderte sich rein gar nichts auf der Waage.

„Ich versteh’s einfach nicht. Was mache ich falsch?“

Was mich hier besonders getroffen hat: Sie zweifelte nicht an der Methode.
Sondern ausschließlich an sich. Daran, dass sie etwas falsch macht.

Drei Wochen hatte sie es durchgezogen und dann voller Enttäuschung alles hingeschmissen. Den ganze Stress der letzten Wochen hatte sie danach in Essen ertränkt. Keine einzige gute Gewohnheit war zurück geblieben. Ganz im Gegenteil: Petra stellte sogar fest, dass es ihr unmittelbar danach erst einmal wieder viel schwerer fiel, ihren Gelüsten und dem Heißhunger nicht nachzugeben.

Was bei Petra wirklich los war

Petra war in einem hormonellen Teufelskreis gefangen:

  • Durch ihre Insulinresistenz war ihr Insulinspiegel dauerhaft erhöht und das blockiert die Fettverbrennung.
  • Eventuell war ihr Kaloriendefizit zu stark, und der Körper schaltete auf Notbetrieb.
  • Die strenge, stark einschränkende Diät löste Stress im Körper aus und Stress bedeutet Cortisol. Cortisol wiederum hemmt erneut die Gewichtsabnahme.

Petra hatte grundsätzlich nichts falsch gemacht. Sie hatte alles genauso getan, wie es überall empfohlen wird. Und ja, der Körper braucht ein Kaloriendefizit, um Gewicht zu verlieren doch manchmal, wie hier, braucht er zuvor etwas anderes. Es braucht einen stabilisierten Stoffwechsel. Heute schreibt Petra mir mit einem anderen Ton: gelassener, zuversichtlicher und endlich mit dem Gefühl, dass ihr Körper für sie arbeitet.

Was du daraus mitnehmen kannst

Statt einer strengen Diät braucht ein Körper mit Stoffwechselproblemen und hormonellem Ungleichgewicht vor allem eins: Balance.

  • Stabile Mahlzeiten mit Eiweiß, Fetten und Ballaststoffen
  • Blutzuckerkontrolle, bevor man ein Defizit erzwingt
  • Weniger Kampf. Mehr Regulation und gute Gewohnheiten

Was du heute tun kannst

Du kannst direkt jetzt eine kleine neue Gewohnheit starten, die dir auf deinem Weg raus aus der Insulinresistenz hilft. Wir unterschätzen ganz oft die kleinen Schritte, die wir in die richtige Richtung gehen.

Bis nächste Woche 

Deine Sally

Teile deine Liebe