Im Gespräch mit einer Frau gestern wurde mir wieder bewusst, wie ich vor ein paar Jahren selbst an einem Punkt stand, an dem ich meinen eigenen Körper nicht mehr verstanden habe. Es war diese Phase, in der ich dachte: „Ich war früher belastbar. Ich konnte arbeiten, mich kümmern, funktionieren. Und jetzt? Was ist passiert?“
Ich bin morgens müde aufgewacht. Nicht einfach „ein bisschen erschöpft“, sondern müde auf eine Art, die sich in den ganzen Körper legt. Meine Energie war niedriger, meine Geduld dünner, und ich war oft gereizt, ohne zu verstehen, warum. Kaffee war damals nicht Genuss, er war das, was mich durch den Tag gezogen hat.
Und egal, wie bewusst ich gegessen habe, es fühlte sich nicht so an, als würde mein Körper darauf reagieren. Als hätte er sich verabschiedet von der Version, die ich von mir kannte.
Es ist dieser merkwürdige Zustand zwischen Überforderung, Erschöpfung und Stillstand. Der Körper hat einfach angefangen dichtzumachen.
Damals habe ich mir so viele Vorwürfe gemacht. Ich dachte wirklich, ich versage. Ich bin undiszipliniert. Ich müsste „mich einfach zusammenreißen“. Heute weiß ich, wie falsch das war. Und wie viele genau dort feststecken, kämpfend – oft seit Jahren –, ohne zu wissen, dass der Körper gar nicht gegen sie arbeitet, sondern versucht, etwas auszugleichen.
Nächste Woche erzähle ich dir, woran es bei mir wirklich lag und wie ich es geschafft habe, wieder Stabilität zu finden.
Bis nächste Woche Deine Sally |
