Ich weiß nicht, ob du das kennst, aber ich hatte eine Zeit, da war ich völlig überfordert. Nicht, weil ich mich nicht bemüht hätte, sondern weil ich zu viele Informationen hatte.
Jede neue Quelle versprach DIE Lösung. Und plötzlich wusste ich nicht mehr, ob ich zu viel, zu wenig, zu süß, zu fett oder zu oft gegessen hatte.
Ich war ständig im Kopf, aber mein Körper kam überhaupt nicht mit.
Ich versuchte, alles gleichzeitig richtig zu machen und fühlte mich trotzdem nicht besser. Im Gegenteil: Ich hatte Cravings, war müde, hatte Stimmungsschwankungen.
Die Kehrtwende
Sie kam, als ich mich zum ersten Mal gefragt habe:
„Für wen genau ist diese Ernährung eigentlich gedacht?“
Für einen 1,85 m großen, sportlichen Mann?
Für eine Frau mit völlig anderem Hormonhaushalt?
Für eine 25-Jährige mit gesundem Stoffwechsel oder für mich mit Insulinresistenz?
Und genau da wurde mir klar: „Gesund“ ist kein universelles Konzept.
Was dem einen Energie gibt, bringt den anderen aus dem Gleichgewicht.
Was du aus meiner Geschichte lernen kannst
Wenn du auch überfordert bist mit den ganzen Tipps und Ratschlägen im Internet rund um Ernährung, dann frage dich, für wen willst du denn gesund essen:
- Jemand mit Insulinresistenz braucht etwas anderes als ein durchtrainierter Mann.
- Dein Körper braucht etwas anderes in den Wechseljahren als mit 25.
- Und du brauchst nicht perfekt zu essen, sondern passend für dich.
Was du heute tun kannst:
Hör auf, dich an universellen Regeln zu messen. Frag dich stattdessen:
Wie geht’s mir nach dem Essen?
Bin ich satt und klar oder müde und hungrig?
Hält das, was ich esse, mich stabil? Oder triggert es Heißhunger?
Das ist der Anfang von echter, individueller Gesundheit.
Bis nächste Woche
Deine Sally
